Mac: Verwaltung verschiedener Messangerdienste in einer App

  • Hallo zusammen,

    bin nicht sicher, wo ich das Thema platzieren soll, also mache ich das mal hier.


    Ich nutze diverse Messenger Dienste um a) meine freien und festen Mitarbeitenden schnell zu erreichen b) Kontakt zu meinen Kund*innen zu halten und c) Neuigkeiten mit meinen Studierenden auszutauschen.


    Gefühlt kommen täglich neue Dienste dazu, so dass ich die parallele Kommunikation über verschiedene Messenger Dienste gerne bündeln will. Mehr Überblick 8|


    Von einem Kollegen wurde mir https://meetfranz.com empfohlen. Aber die Antworten im Support machen mich stutzig. Scheint viel Arbeitsspeicher zu benötigen, weil permanent alle Dienste abgefragt werden.


    ich will es auf dem iMac oder iPad verwenden.


    Habt ihr Erfahrungen mit meetfranz? Oder eine bessere Empfehlung?


    Fröhliche Grüße, Renate

  • Sir Apfelot

    Changed the title of the thread from “Management by messenger” to “Mac: Verwaltung verschiedener Messangerdienste in einer App”.
    • Official Post

    Hallo Renate! Ich habe das Thema mal umgenannt und verschoben, damit die anderen wissen, was gemeint ist. :D

    Im Prinzip haben diese Programme wie MeetFranz alle das gleiche Problem: Sie müssen ja alle Dienste abfragen, da das ihre Aufgabe ist. Ich denke, du wirst mit allen anderen Programmen in dieser Richtung ähnliche Belastungen auf dem Mac haben.


    Ich habe allerdings noch keines dieser Programme ausprobiert. Vielleicht hat hier ein anderer Leser mehr Erfahrungen…

  • Ich kenne das Programm auch nicht!

    Ich habe insgesamt mit Messengern insgesamt relativ wenig aktiv zu tun.

    Das hat einen ganz einfachen Grund, ich selber mag meine Daten, und vor allem wenn ich mit Kunden interagiere, dann bin ich auch hier für den Schutz der Kundendaten verantwortlich.

    Das Theater tue ich mir nicht an, wenn hier mal was verloren geht, und dann irgendwann ein Gericht mir sagt, dass ich die Haftung nicht ausreichend ausgeschlossen habe, und verantwortlich bin.

    Auch ich kommuniziere natürlich, ich habe aber für mich entschieden, dies bevorzugt über die Apple Nachrichtenapp zu tun, sowie zukünftig mit meinen Mitarbeitern und Kunden über ein geschlossenes System über eine eigene App.

    • Official Post

    Ich würde mal in den Raum stellen, dass die E-Mails, die die meisten Leute unverschlüsselt (trotz geschäftlicher Korrespondenz) schicken deutlich leichter mitzulesen sind, als Unterhaltungen per Signal, Threema oder Telegram. Bei WhatsApp wird garantiert fleißig ausgewertet, aber das liegt an dem Geschäftsmodell von Herrn Zuckerberg.


    Aber wie gesagt: Bei den anderen Messengern bin ich guter Dinge, das da weniger "abhanden" kommt, als per Mail.


    Ich bevorzuge einfach Mail, weil ich dann alles an einem Ort habe. Ich kann es nicht leiden, wenn ich irgendwelche Infos nicht mehr wiederfinde, weil der Kunde mir das vor drei Jahren mal per Messenger geschickt hat.

  • E-Mails werden zumindest in Deutschland schon seit etwa 2015 nicht mehr unverschlüsselt übertragen, da ist es mit einfachem Mitlesen, also Essig!


    Und was die verschiedenen Messengeranbieter mitlesen können, oder nicht, ist reine Spekulation!

    Haben die einen Schlüssel, und danach sieht es aktuell bei sehr vielen aus, dann könne die gemütlich jedes dreckige Geheimnis mitlesen und auswerten, was ihnen die Leute so auf die Nase binden wollen. Gerade wenn das Ganze eine Verbindung nach Russland, China, oder andere entsprechende Staaten hat, oder die Server auf vermeintlich "Sicheren" Inseln irgendwo im Nirgendwo stehen.


    Für seine Daten ist jeder selber verantwortlich, und wer ein Geschäft betreibt, ist zusätzlich für die Daten seiner Kunden in der Verantwortung.

    Die entsprechenden Gesetze sind mittlerweile sehr streng, und die Strafen entsprechend hoch.

    Ich würde mir daher vorher Gedanken über den Schutz der Daten und meines Geldbeutels (u.a. weil Daten eine Währung ist!) machen.

    Aber das muss natürlich jeder ganz persönlich für sich entscheiden...

    • Official Post

    Naja, die E-Mails werden von Server zu Server verschlüsselt übertragen, aber wenn ich einen Server betreibe, über den auch Mails laufen, werden sie bei mir entschlüsselt und ich kann schon mitlesen, bevor mein Server sie wieder verschlüsselt und weitergibt.


    Bei den Messengern gibt es aus dem Grund die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, welche kein Mitlesen zwischendurch erlaubt. Aber wenn man will und genügend Kontakte und Geld hat, dürfte keiner der Wege tatsächlich "sicher" sein. :D

  • Vielen Dank Ulli, vielen Dank Sir Apfelot,


    für eure Einschätzungen. Nein, kritische Daten oder Inhalte sende ich nicht über diese Dienste. Es geht mir mehr um die Erreichbarkeit und schnelle Terminabstimmungen oder die Ankündigung, dass ich jemandem eine E-Mail sende :rolleyes: mit der Bitte diese rasch zu lesen. Das hatte ich nicht deutlich genug formuliert.

    Ich würde mal in den Raum stellen, dass die E-Mails, die die meisten Leute unverschlüsselt (trotz geschäftlicher Korrespondenz) schicken deutlich leichter mitzulesen sind, als Unterhaltungen per Signal, Threema oder Telegram. Bei WhatsApp wird garantiert fleißig ausgewertet, aber das liegt an dem Geschäftsmodell von Herrn Zuckerberg.


    Aber wie gesagt: Bei den anderen Messengern bin ich guter Dinge, das da weniger "abhanden" kommt, als per Mail.


    Ich bevorzuge einfach Mail, weil ich dann alles an einem Ort habe. Ich kann es nicht leiden, wenn ich irgendwelche Infos nicht mehr wiederfinde, weil der Kunde mir das vor drei Jahren mal per Messenger geschickt hat.

    Ich bin ganz altmodisch und bevorzuge E-Mails, um meine Projekte zu organisieren. Wenn alles nur per E-Mail ginge, hätte ich kein Orga-Problem. Es gibt aber unter den Medien-Menschen in meinem Umfeld immer mehr Kolleg*innen, die als E-Mail-Verweigerer agieren und mich zu den Messengerdiensten "zwingen".


    :thumbup: Ihr beiden bringt mich jetzt aber auf den Gedanken, dass nicht nur reagieren könnte, sondern einen eignen Standard setzen könnte.


    Ich kenne das Programm auch nicht!

    Ich habe insgesamt mit Messengern insgesamt relativ wenig aktiv zu tun.

    Das hat einen ganz einfachen Grund, ich selber mag meine Daten, und vor allem wenn ich mit Kunden interagiere, dann bin ich auch hier für den Schutz der Kundendaten verantwortlich.

    Das Theater tue ich mir nicht an, wenn hier mal was verloren geht, und dann irgendwann ein Gericht mir sagt, dass ich die Haftung nicht ausreichend ausgeschlossen habe, und verantwortlich bin.

    Auch ich kommuniziere natürlich, ich habe aber für mich entschieden, dies bevorzugt über die Apple Nachrichtenapp zu tun, sowie zukünftig mit meinen Mitarbeitern und Kunden über ein geschlossenes System über eine eigene App.

    Ulli, wie machst du das mit der App für deinen Mitarbeitenden und Kundi*innen? Das würde mich sehr interessieren. Bin schon gespannt wie ein Hosenknopf :) Danke für eure Zeit und euer Wissen :thumbup:

  • Naja, Apple haben heutzutage eben dann doch viele.

    Wir nutzen Apple bereits konsequent im Betrieb, da dies massiv die Kosten über den Nutzungszeitraum senkt, da ist es ohnehin kein Problem, und man kann z.B. für Teams auch Gruppen in Nachrichten einrichten.

    Wer kein Apple hat, bekommt, und sendet, Nachrichten einfach per SMS/MMS, die von der Nachrichten App ähnlich verarbeitet werden können, wie Apple intern. Funktioniert eigentlich ziemlich gut, und wir erreichen auf diese Weise auch diejenigen, die noch nicht im Digitalen Zeitalter angekommen sind...

    Firmenintern haben wir in der App jeweils die Rufnummer und eine Apple-ID hinterlegt, aber ich kann derzeit nicht sagen, ob es wirklich beides braucht.

    In Zukunft plane ich eine App für Mitarbeiter und Kunden, bei der dann ein interner, geschlossener, Messenger zu Einsatz kommt.

    Der Partner, mit dem wir hier eigentlich zusammenarbeiten wollten, ist so ein bisschen „ins Straucheln“ gekommen, daher wird derzeit ein anderer gesucht, bzw. eine komplette Eigenlösung geprüft.

    Aber erklärtes Ziel ist es die gesamte Kommunikation auf diesem Wege irgendwann auf dem eigenen Server laufen zu lassen, auch damit wir im Falle einer Panne selber daran Schuld sind... 8)

  • Cool. Ja, autark sein ist ein hohes Gut! Kann ich sofort unterschreiben.


    Da ich nur ein kleines Unternehmen habe und selbst keine IT-lerin bin, muss ich oft auf bestehende Lösungen zurückgreifen und die sind oft nur auf den ersten Blick sicher. Ich glaube der Hinweis auf die Buchhaltungssoftware, die nur online laufen, war auch von dir.

    SMS/MMS nutze ich auch, aber alles auf dem eigenen Server zu haben, wäre auch mein Traum. Da muss ich mich weiterhin geschäftlich die "Schuhe aufpumpen", damit ich in die nächste Liga aufsteigen kann.

    Denn spätestens bei den Kollaborations-Tools wie Conceptboard und Miro muss ich extern speichern.


    Herzlichen Dank für deine ehrliche Rückmeldung

    sonnige Grüße 8)

  • Naja, das mit der eigenen App muss man natürlich etwas differenziert sehen, ich befinde mich im Aufbau eines Unternehmens, dass (wenn man den Wirtschaftsprüfern glauben schenken darf) das Potential hat, innerhalb von 10 (vor Corona ;( ) Jahren Bundesweit zu wachsen, hier also eine entsprechende Menge an Mitarbeitern und Kunden unter einen sinnvollen Hut gebracht werden müssen. Nur so lassen sich die relativ hohen Kosten für eine eigene Lösung rechtfertigen, das geht dann zum Teil auch aus dem Marketingbudget heraus...

    Eigene Server und die entsprechende Infrastruktur ist dabei dann sozusagen nur noch ein Rauschen im Kanal, und kein echter Kostenpunkt mehr... :saint:

    Wenn ich hier nicht Mittelfristig so groß planen würde, dann würde ich da auch entsprechend deutlich kleinere Brötchen backen.

    Eine Lösung die wir uns angeschaut haben, und die auf uns damals einen recht guten Eindruck gemacht hat, ist z.B. Ginlo. Ich habe damals an der Betaphase teilgenommen, und die App auch anschließend noch getestet. Das Ganze machte immer einen guten Eindruck, auch und vor allem hinsichtlich des Datenschutzes. Ende 2019 gab es dann aber eine kurze Unterbrechung (Insolvenz) dort, und ab Anfang 2020 wurde das Projekt dann (unter einer neuen GmbH) dort fortgeführt, und scheint dieses Mal wohl die Kurve zu bekommen.

    Conceptboard und Miro sind mir als Programme unbekannt.

    Ich habe mir aber eben mal die Homepages angesehen.

    Miro wirbt damit, ein Unternehmen mit 7 Standorten zu sein. U.a. in Perm. Perm kann eine nette Stadt sein, ich war einige Male beruflich dort, aber vertrauen würde ich Software die von dort kommt offen gestanden überhaupt nicht, vor allem nicht, wenn ich diese Nutze, um u.U. Geschäftsideen zu planen etc.

    Miro hat aber ja zum Glück seinen Firmensitz in San Francisco. 8o

    Blöd halt, das dies nur eine Briefkastenfirma dort zu sein scheint, bzw. max. ein paar Quadratmeter Bürofläche, zusammen mit einer Vielzahl anderer Firmen in der gleichen Suite, gebucht hat.

    Das gleiche gilt dann z.B. für den Standort in Amsterdam. Ich habe mir nicht die Mühe gemacht, jetzt alle Standorte durchzugehen, aber ein Unternehmen das angeblich 300 Mitarbeiter, und 50 Mio. Umsatz hat, sollte an seinem Firmenhauptsitz irgendwie mehr als einen Briefkasten und vielleicht einen Schreibtisch haben, ist zumindest meine Meinung.

    Darüber hinaus ist Miro auch aus einer russischen Firma "hervorgegangen".

    Grundsätzlich lasse ich persönlich von solchen Firmen die Finger, wenn ich den Eindruck habe, hier wird nicht mit offenen Karten gespielt.

    Das sagt auch weder etwas über das Produkt, noch über die Firma selber aus, ich habe bei sowas nur persönlich einfach kein gutes Gefühl, und verzichte dann lieber auf die Zusammenarbeit mit einem möglicherweise Super Unternehmen, als Gefahr zu laufen, böse auf die Nase zu fallen.


    Bei Conceptboard habe ich mir die Website auch einmal kurz angesehen.

    Was mir hier recht positiv aufgefallen ist, sind die Informationen unter "Sicherheitsmaßnahmen", die zumindest auf dem Bildschirm einen durchdachten Eindruck machen. Wenn das so eingehalten wird, wäre dies für mich auf den erste Blick ein guter Schritt zu einem DSGVO konformen Betrieb.

    Müsste ich mich zwischen einem der beiden Anwender entscheiden, würde ich vermutlich, zumindest nach den 5 Min. die ich mir das jetzt angesehen habe, zu Conceptboard tendieren.

  • Vielen Dank für deine ausführliche und sehr umfassende Antwort.

    Chapeau, bundesweit wachsen ist ein tolles Ziel. Ich drücke schon mal die Daumen, dass es trotz oder vielleicht wegen Corona gut läuft.


    Ginlo, sieht auf den ersten Blick nach genau der Anwendung aus, die ich suche. Danke für den Tipp.


    Deinen Eindruck von Miro teile ich, wobei ich nicht tief recherchiert habe, da verlasse ich mich auch auf den Eindruck, den man hinsichtlich Unternehmenstransparenz gewinnen kann. Ich persönlich habe mich für Conceptboard entschieden, miro muss ich nutzen, da ich als Dozentin an die Tools gebunden bin, die mir die Akademie für die Online-Lehre zur Verfügung stellt.


    Miro ist mit einer aggressiven Preisoffensive auf dem deutschen Markt: kostenlose Profi-Accounts in unglaublicher Menge für Akademien und Hochschulen. Entsprechend schnell wächst die Verbreitung von miro in diesem Sektor. Ich will mir gar nicht vorstellen, welche Inhalte da abgesaugt werden (könnten). 8|

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