TERMINAL Prozesse

  • Hi Leuts,


    Ich bin neu hier und habe eine Frage bezüglich der Prozesse im Terminal. Diese rufe ich mit dem top command auf.


    Die Tabelle ist mir klar.


    1.

    Wie erkenne ich Prozesse die notwendig sind und solche die es nicht sind?

    2.

    Inwiefern kann ich Prozesse sorgenfrei terminieren mit dem kill command insofern sie schlafen, "sleeping"?

    3.

    Mit welchem Befehl kann ich dafür sorgen, dass unnütze Prozesse nicht wieder von selbst zum laufen kommen?


    Mein Ziel ist es das System dadurch zu optimieren, mein Gefühl sagt mir es könnte auch mit deutlich weniger Prozessen laufen.

    Klar kommt es schwer darauf an wie viele Apps ich installiert habe und gerade nutze. Logischerweise sollen diese Prozesse ja dann auch laufen.


    Manch Prozesse haben spezielle Bezeichnungen wie zb. ethcheck (könnte von meiner UNI sein von damals, die hiess ETH) jedenfalls mit dem Command kill <PIDNummer> kommt dann folgender Fehler:


    kill: kill 667 failed: operation not permitted


    Auch ist mir klar, dass manche Prozesse nicht beendet werden können.


    4.

    Gibt es eine Auflistung der Prozesse unter MAC, damit das Mühsame Googeln wegfällt?

    • Official Post

    Hallo Elgouddi! Danke für deinen Beitrag… eine interessante Frage.


    1. Ich denke, dass macOS schon recht gut optimiert ist und kein Unsinn nebenbei läuft.
    2. Wenn du Prozesse von bestimmten Programmen hast, die im Hintergrund laufen, dann werden sie meistens bei Booten mit hochgefahren. Ich würde dir das Programm "KnockKnock" von Objective See empfehlen, da sie dir zeigen, was so hochfährt.
    3. Hast du mal das Dienstprogramm "Aktivitätsanzeige" genutzt? Das zeigt dir alle Prozesse ebenfalls an und du kannst mir dem Info-Button schauen, was der Prozess macht und welches Programm ihn aufgerufen hat.

    Ansonsten bin ich kein Experte, was die Prozesse angeht und habe auch keinen Schimmer vom Terminal. :D Aber vielleicht kann dir Ulli noch ein paar Tipps geben. Vermutlich tippt er schon, während ich das schreibe. 😂

  • Nein, war noch nicht am tippen, gibt auch ein Leben abseits von Computern, aber jetzt kann ich ja mal meinen Senf dazugeben, wenn ich schon extra angepingt werde... :P


    Um es mal ganz klar zu sagen, und ich entschuldige mich für meine Direktheit, es ist echt nicht böse gemeint!

    Wer fragen muss, was er im Terminal sieht, tun kann, und machen soll, für den ist das Programm nicht geeignet, und sollte, mal von der Ausführung ganz konkreter Anweisungen die ein Profi beim Troubleshooting gegeben hat, die Finger tunlichst davon lassen!

    Ein Tippfehler hier, ein verkehrtes Kommando dort usw. und man schießt sich den Rechner schneller kaputt als man "Ups" sagen kann!

    Gilt für die Kommandozeile bei Windoof, SSH Zugriffe auf irgendwelche NAS usw. übrigens genauso.

    Die Programmierer haben sich eine Menge Arbeit gemacht, um ein Benutzeroberfläche zu schaffen, bei der man eben nicht zwingend Computernerd sein, und fließend UNIX sprechen können muss, um mit der Kiste umzugehen.

    Die älteren Semester wissen noch, was es für eine Erleichterung für Anwender war, nicht mehr mit irgendwelchen Textkonsolen umgehen zu müssen, sondern dies auf einer Grafikoberfläche zu tun, und vor allem tun zu dürfen!

    Also sollte man diese auch fleißig nutzen! ;)

    Sorry, aber ich selber befasse mich mit Computern jetzt bald 4 Jahrzehnte, und ich fasse die Konsole nur an, wenn es gar nicht anders mehr geht, und ich mir vorher genauestens zurechtgelegt, und aus einer dritten Quelle verifiziert(!), habe, was ich da eingeben möchte, und was das tun soll, und ob es die vorliegende Version der Konsole auch so (noch) kann!

    So, das war das Wort zum Wochenende... :saint:


    Kommen wir zu Deinem eigentlichen Problem, der aus Deiner Sicht unzureichenden Performance!

    Hier stellt sich nun für mich die Frage, warum bist Du unzufrieden?

    Was hast Du für ein System?

    Und was willst Du damit anstellen, dass es nicht ausreicht!


    Wie Jens schon schrieb, sind die Appleprodukte in aller Regel sehr performand, mit Ausnahme wenn der Speicherplatz (Platte und RAM) zur Neige geht.


    Du hast mehrere Möglichkeiten, mit den bordeigenen Mitteln erstmal einen Überblick zu verschaffen.

    Wenn Du ein halbwegs aktuelles OSX hast, dann sollte unter Einstellungen --> Benutzer & Gruppen bei Deinem Benutzer ein Reiter "Anmeldeobjekte" zu sehen sein.

    Hierin stehen eine Reihe der Programme, die zum Betriebssystem zusätzlich beim Systemstart hochgefahren werden. Wenn Du davon etwas nicht benötigst, dann kannst Du das (hoffentlich geschlossene!) Schloss unten links öffnen, und die entsprechenden Programme mit der "-"-Taste aus der Anmeldung löschen.

    Das Schloss anschließend wieder schließen!

    Der Vorteil dieses Vorgehens ist, Du startest nichts, was nicht notwendig ist.

    Der Nachteil Du musst alles von Hand starten, was dort nicht drinnen steht, aber als kleines Hilfsprogramm (z.B. Textexpander läuft bei mir z.B. dort) ganz nützlich sein kann.


    Das Zweite ist ja auch bereits angesprochen worden, die Aktivitätsanzeige.

    Dies ist ein Programm welches ich relativ häufig benutze, da ich sehr viele Ressourcen z.B. mit der Videobearbeitung verbrauche, und daher gerne mal den Überblick behalte, was nun gerade läuft.

    Es gibt dort u.a. einen Reiter "Benutzer" und hier stehen im groben drei verschiedene Benutzer drinnen. Das ist erstens Dein Benutzername, dann sind das Namen mit einem Unterstrich vorweg, und der Nutzer "root". Von den letzten beiden lässt man die Finger, dass sind (sollten sein) Grundfunktionen des Betriebssystems.

    Das was Deinen Benutzernamen trägt, ist zum Teil auch für Apple notwendig, aber ein Abschuss eines Programmes hier bringt in aller Regel nicht gleich den ganzen Rechner zum Panic-Screen.

    Wenn Du also wirklich irgendwas beenden musst, oder willst, um den Rechner zu beschleunigen, dann beschränke Dich darauf.


    Aber auch hier sollte dies in erster Linie Programme treffen, die Du selber gestartet hast!!


    Unten drunter hast Du im Reiter "Speicher" die Anzeige des RAM-Speichers, und des Cache und Swap. Solange sich der Wert "Speicher (belegt)" und der Wert "Dateien im Cache" nicht auf den Wert "Physikalischer Speicher" aufaddieren, lohnt es sich meiner Meinung nach nicht, Programme für eine bessere Performance zu beenden. An der CPU Leistung liegt ein Hänger meiner Erfahrung nach nur selten, sondern, zumindest bei mir meistens, am nötigen umladen von Swap und Cache.

    Ich neige z.B. dazu, im Safari immer viele Tabs, und mehrere Fenster, gleichzeitig offen zu haben, was je nach Werbung (und den handwerklichen Fähigkeiten des Programmieren der Seite) auf einer Seite einen ziemlichen Speicherplatz belegt. Merke ich das mein Rechner gerade kurzfristig darunter leidet, dann suche ich mir gerne mal "Safari" in der Aktivitätsanzeige raus, und schieße die App mit "Sofort beenden" ab.

    Habe ich wieder mehr Luft, dann öffne ich Safari wieder, und hole mit die Taps mit "Alle Fenster der letzten Sitzung erneut öffnen" wieder zurück.


    Eine weitere, und recht wichtige Sache wenn Du mit der Performance nicht zufrieden bist aus meiner Sicht ist es darüber hinaus, eine gewisse "Hygiene" mit den Apps zu pflegen. Im Laufe der Zeit kann sich da ziemlich was ansammeln, was man dann irgendwann mal ausprobiert hat, und tatsächlich aber nicht, oder nicht mehr, benötigt.

    Hier ist aus meiner Sicht immer ein sinnvoller Ansatz um regelmäßig ein bisschen aufzuräumen, und da viele Programme kleine "Helper" und "Services" usw. haben, die normalerweise im Hintergrund mitlaufen, verbessert auch dies die Performance, je nach Menge an unnötigen Apps, teilweise erheblich. Der Platz auf der HDD/SSD dankt es Dir zusätzlich.

    Ich gehe da in aller Regel so vor, dass das was ich in 6 Monaten nicht benötigt habe, gelöscht wird.

    Sollte ich es irgendwann mal wieder benötigen, kann ich es in aller Regel immer wieder zurück holen, und neu Installieren.

    Bei Programmen aus "exotischeren Quellen", kann es dafür nützlich sein, sich die Installationsdatei des Programmes (meist eine .dmg Datei) irgendwo auf einen wenig benötigten Speicherplatz zu legen (z.B. eine externe Platte, ein NAS o.ä.).

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