"Drohnen-Führerschein"

  • Hallo zusammen,

    viele von uns betreiben so genannte Drohnen, offiziell als "UAS" (Unmanned Aircraft System) bezeichnet.

    Die EU hat hierzu vor einiger Zeit eine Reihe von neuen gesetzlichen Regelungen erlassen, die soweit sie die Betreiber und/oder Piloten der Drohnen betreffen, in den letzten Wochen endgültig in Kraft getreten sind.

    Ohne hier zu sehr ins Detail gehen zu wollen (Fragen beantworte ich natürlich gerne), bedeutet das für die Besitzer von Drohnen einige Veränderungen.

    Hierzu zählen (teilweise erhebliche!) Beschränkungen für den Betrieb bereits vorhandener Drohnen, unter gewissen Voraussetzungen Registrierungspflichten, sowie die Verpflichtung ab einer bestimmten Drohnengröße einen "Nachweis für Fernpiloten" (A1/A3) mit zu führen, bzw. einen Drohnenführerschein (A2) zu erwerben und mit zu führen.

    Der "Nachweis für Fernpiloten" kann Online beim LBA erworben werden.

    Die Schulungsunterlagen kann man sich dort durchlesen, bzw. teilweise als kleine Filmchen ansehen, und dann, nach bestehen eines Probetests, sich für den richtigen Test (alles Multiple Choice) anmelden, und diesen dann auch sofort dort machen.

    Das Ganze ist recht gut zu schaffen, und sollte normalerweise keine Hürde darstellen.


    Wichtig zu wissen, derzeit ist der Test beim LBA noch kostenfrei, da hier die dafür vorgesehene Gebührenordnung wohl noch nicht (endgültig?) verabschiedet wurde.

    Gerüchteweise soll der Test aber in Zukunft eine Gebühr von 50€ kosten.


    Wer den Test also jetzt noch macht, ist zum "Saisonstart" mit den ggfls. nötigen Papieren gerüstet, spart sich die Gebühr, und muss sich keine Sorgen bei einer Kontrolle machen, dass er ohne die notwendigen Unterlagen dasteht, und dann möglicherweise empfindlich hierfür bestraft werden könnte.

    Wer auf eine ZUP angewiesen ist, oder eine Lizenz für die "bemannte Luftfahrt" besitzt, oder irgendwann erwerben will, sollte solche Unannehmlichkeiten auf jeden Fall vermeiden!


    Der Link zum LBA.

    • Official Post

    Hallo Ulli! Danke für den Hinweis. Da schaue ich mal rein. Eine DJI Mavic Pro und eine Mavic Air fliegen hier noch rum. Aber ich war schon eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr fliegen. Aber wenn der Test gratis ist, kann man sich ja mal mit den entsprechenden Papieren wappnen… falls man doch mal die Lipos bei -17 Grad quälen möchte. 😂

  • Naja, ich war jetzt irgendwie davon ausgegangen, dass der von mir erwähnte "Saisonstart" dann irgendwann im Frühling stattfinden sollte.

    Mit den beiden von Dir erwähnten Modellen wirst Du dann in Zukunft übrigens wohl generell nur noch in Kategorie A3 (u.a. Abstand 150m von so ziemlich allem und jedem!) unterwegs sein dürfen, bzw. in der Übergangsfrist bis 31.12.2022 unter bestimmten Voraussetzungen noch mit der kleineren in A1, und mir der größeren, den Drohnenführerschein vorausgesetzt, in A2 mit Einschränkungen.


    Wer übrigens z.B. eine Mavic Mini/Mini2 hat, muss etwas aufpassen, hierzu laufen eine Menge "halbwahre" Infos durch die entsprechenden Foren.

    Beide sind vom Hersteller her auf ein Gewicht von knapp unter 250g ausgelegt. Meine Mini z.B. hat, auf meiner geeichten Waage, 248g.

    Das bedeutet aber auch, dass ich beim vorgeschriebenen Adressaufkleber schon einen aussuchen muss, der unter 2g wiegt, da ich sonst über 249,9g komme, und damit aus der Gewichtsgrenze herausfalle.

    Der Hersteller bietet für die Mini (und wohl auch für die Mini2?) ein sogenanntes "Kreativ-Set" an, mit Aufklebern die man selber bemalen kann, um seine Mini zu "individualisieren". Wer die drauf hat, ist damit dann aber mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit über 249,9g schwer, und damit dann aus der untersten Klasse ebenfalls raus.

    Das gleiche gilt natürlich für das Fliegen mit den Schutzgittern...

    Mit anderen Worten, die Behauptung vieler Foren und Websites zur Mini, sie wäre in jedem Fall unter 250g schwer ist nicht richtig.

    Der Hersteller gibt dementsprechend auch gar kein MTOW (Max. (allowable) Take-Off-Weight) an, sondern lediglich ein "Startgewicht", welches rechtlich keine Bedeutung für die Beurteilung hat.

  • Ja, leider ist das mit dem Dreck wohl so.

    Das Problem ist halt, als Betreiber/Pilot ist man rechtlich für die Drohne voll verantwortlich, und wenn es wirklich mal zu einer Kontrolle (oder schlimmstenfalls zu einem Unfall!) kommt, und man hat eine höheres Gewicht als vorgeschrieben, dann kann das mit einer mündlichen Verwarnung enden, oder dem Verlust irgendwelcher anderen Lizenzen und Berechtigungen, und einem Strafverfahren.

    Daher gehe ich persönlich hier bei meiner Mini auf Nummer sicher, und melde die an, als wäre es eine "Große", dann kann ich nämlich für verschiedene Anlässe auch die Käfige mitfliegen lassen, ohne mir Sorgen um die Rotoren, und die Vorschriften, zu machen.


    Die Identifizierung ist nun in der Tat für verschiedene Klassen vorgeschrieben. Man bekommt eine Nummer, die muss man dann dort im System hinterlegen, wenn es ein solches den schon gibt. Mavic hat das, oder etwas ähnliches(?) glaube ich in einigen der größeren Modelle schon eine Zeitlang drinnen, aber da kenne ich mich nicht so aus.

    Die bestehenden Modelle können aber ohnehin nicht nachklassifiziert werden, hierfür haben die Hersteller schon gesorgt, und können daher in Zukunft eben nur noch eingeschränkt genutzt werden.

  • Die Fernidentifizierung ist in der neuen Verordnung ab Klasse C1 vorgeschrieben, also praktisch ab 250g.

    Bisher gab es das aber unter verschiedenen Bezeichnungen bei verschiedenen Herstellern bereits für vor allem deren größere Drohnen. DJI hat z.B. ab 2017 für einige Drohnen diese Funktion angeboten, und damals AeroScope genannt, meine Mini z.B. kann das aber eben nicht.

  • Nein, auf dem Sekundärradar sollten die nicht ohne weiteres auftauchen, das wäre zuviel!

    Auf dem Primärradar sind sie aber unter gewissen Umständen darstellbar, die Primärradardarstellung ist aber an den meisten Radarplätzen runter geregelt, da das Sekundärradar (also die Anzeige der Transpondersignale) die Arbeit da übernimmt.


    DJI hat z.B. für die USA in viele Drohnen ein System eingebaut, dass auf den in der Luftfahrt gebräuchlichen ADS-B Transponder beruht.

    Dieses kann aber meines Wissens nach nur Signale empfangen, nicht aber an andere Flugzeuge senden. Der Sinn soll sein, dass der Drohnenpilot vor einem annähernden Luftfahrzeug gewarnt wird, und seine Drohne aus dem Weg schafft.

    In einem "echten" Flugzeug hat man keine Chance, eine Drohne zu erkennen, geschweige den ihr auszuweichen. Da ist es schon sehr schwierig, trotz TCAS-Anzeige große Flugzeuge am Himmel zu erkenne, eine Drohne bietet da praktisch keine Chance.

    Die sieht man nur mit viel Glück für einen Sekundenbruchteil, wenn man seitlich an ihr vorbeirauscht...

    Die Fernidentifikation der EU-Verordnung, wie auch die proprietären Systeme der einzelnen Hersteller vorher, basieren hingegen auf eigenen Funkempfängern, DJI hat dazu zum Beispiel relativ unhandliche Koffer, die uns in Frankfurt mal vorgeführt wurden, mit denen dann die DFS, oder die Polizei, bei einem Problem die Kennung der Drohne erkennen können soll. Bis das Dingen aber ausgepackt, aufgebaut, eingeschaltet und im Einsatz ist, ist die Drohne in aller Regel schon wieder verschwunden...

    Die Systeme kommen wohl auch z.B. bei Fußballspielen und Konzerten zum Einsatz, um dort ungebetene Gäste zu identifizieren.

    Für das von der EU nun verordnete System sollten eigentlich die Möglichkeit geschaffen werden, die Signal sozusagen für jedermann (also behördlichen Jedermann...) mit einer App zu empfangen bzw. zumindest anzuzeigen.

    Aber genaue technische Spezifikationen habe ich bisher dazu nicht gefunden.

  • Ja, Hobby- und Berufsbedingt, bin ich "recht breit aufgestellt" wie mal unser Chef über mich sagte... ;)

    Elite kenne ich dem Namen nach, aber ich hatte damals kein System, auf dem das gespielt werden konnte. Jedenfalls gab es bei uns weder auf dem 2e, noch auf dem Brotkasten, eine passende Adaption, und später auf dem Amiga habe ich z.B. lieber F/A-18 Interceptor, A-320, sowie mit Begeisterung auch die Lucasfilm Games hoch und runter gedaddelt.

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  • Grafzahn

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    Heute mal ein Frage an die Intel-Mac User.

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  • Johannes Domke

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    Hallo Heinz,

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    MfG
    Johannes
  • Heinz

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    Hallo Johannes,
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  • Johannes Domke

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  • Heinz

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  • mactomato

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    Wenn du einen Mac zur Verfügung hast könnte auch der Apple Configurator eine Lösung sein, falls die anderen Möglichkeiten nicht gehen.

    Apple Configurator
  • Hallo Grafzahn,

    nein, das ist nicht normal. Ich glaube, es gäbe schon Großdemos in Cupertino, wenn Apple den Doppelklick eliminiert hätte.

    Diese Patcher, mit denen man neue Systeme auf dafür nicht gedachte Hardware bringen kann, sind einfach nicht perfekt…
  • Hallo Grafzahn,

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    Diese Patcher, mit denen man neue Systeme auf dafür nicht gedachte Hardware bringen kann, sind einfach nicht perfekt…
  • Johannes Domke

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    Hallo Heinz,

    du könntest das iPad über den Mac oder PC zurücksetzen, wie hier beschrieben.

    Oder du meldest dich mit einer Apple-ID an und versuchst es dann nochmal, wie hier beschrieben.

    MfG
    Johannes
  • Heinz

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    Hallo!
    Ich möchte ein iPad auf die Werkseinstellungen zurücksetzen, bekomme aber immer die Fehlermeldung, dass das iPad sich nicht mit dem Apple-Server verbinden kann. Eine Apple ID ist nicht eingegeben. Wie kann ich das iPad trotzdem auf…

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